Jaroslav Rudis: Winterbergs letzte Reise (Roman, Luchterhand, 544 Seiten)

Ein wirklich lustiger Roman, umfangreich, immerzu abschweifend, oft monologisch. Lustig in dem Sinne von humorvoll, abschweifend wie eine Eisenbahnfahrt, die kein Nebengleis auslässt. Jaroslav Rudis liebt die sächsisch-böhmische Geschichte und das Budweiser. Oder darf es mehr ein Pilsener sein? Der uralte Wenzel Winterberg wird auf seiner letzten Reise noch einmal zum Leben erweckt. Er schwatzt drauflos, stets eingedenk der verlorenen Schlacht von Königgrätz 1866. Unschwer sich vorzustellen: Seither ging es bergab, in praktisch jeder Hinsicht. Außer vielleicht beim Bier.

 

Ich erwähne auch: Jaroslav Rudis, Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen (Piper), Alois Nebel (Voland & Quist), Grand Hotel (Luchterhand)

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