Eduardo Lago: Brooklyn soll mein Name sein (Roman, Kröner Verlag, 463 Seiten)

Über den Klippen von Fenners Point, am irrlichternden Atlantik, ist die Welt rauh und gefährlich. Seeleute fanden hier zielsicher die letzte Ruhe, zurückgezogene Friedhöfe auf dem einsamen Land künden von ihrem Schicksal. Eduardo Lago, gebürtig aus Madrid und nun einer der literarischen Barden von New York, wählt diese unwirtliche Gegend zur Leinwand für die abgerissene Lebensgeschichte des Schriftstellers Gal Ackerman. Dessen arme Seele, geplagt von einer unerfüllten Liebe, erkor ihren Ort hinter der unheimlichen Felsenwelt und geistert fortan durch das labyrinthische Buch des Spaniers. Undurchdringlich hat die Kritik den kaleidoskopischen Text genannt - doch weshalb muss er denn ein eingerahmtes Bild ergeben? Der sprudelnde Erzählstil ist für sich ein Vergnügen. Und das kraftvolle Meer kommt beim Lesen freundlich nah.

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