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Ausblick

Ottfried Dascher: Es ist was Wahnsinniges mit der Kunst

Alfred Flechtheim, Kunsthändler, Sammler, Verleger

Nimbus Verlag Wädenswil am Zürichsee, ISBN: 978-3-03850-084-1, Preis: 39,80 €

Kartonierte Ausgabe, erscheint voraussichtlich im September 2026

 

Bis heute verkörpert Alfred Flechtheim die "Goldenen Zwanziger". Seine Berliner Kunsthandlung erlebte in jener Zeit einen kometenhaften Aufstieg und bestimmte mit Picasso, den Kubisten und neuen deutschen Künstlern die Debatten. Legendär auch die glamourösen Feste der Galerie, auf denen sich die Prominenz drängelte: Filmstars und Hochfinanz, Preisboxer und Künstler jeder Couleur. Mit der Machtergreifung der Nazis findet all dies ein jähes Ende. Flechtheim hat Schulden, die antisemitische Repression zwingt ihn zur Liquidierung der Galerie, rastlose Reisen durch Europa beginnen.  Am 9. März 1937 stirbt er als gebrochener Mann in London.

 

Flechtheim

Fritz Bauer: Die Kriegsverbrecher vor Gericht

Mit einem Nachwort von Joachim Rückert

Wallstein Verlag, ISBN: 978-3-8353-5716-7, Preis: 28,00 €

Gebundene Ausgabe, erscheint voraussichtlich im Juli 2026

 

Noch im Exil verfasste Fritz Bauer sein bedeutendes Plädoyer für die Ahndung der nationalsozialistischen Verbrechen - und machte das zu seiner Lebensaufgabe. Der Jurist (1903-1968) legte am Ende des Zweiten Weltkrieges dar, dass an der völkerrechtlichen Legitimität eines alliierten Strafgerichtshofes, der über die Verantwortlichen des "Dritten Reichs" zu Gericht sitzt, kein Zweifel besteht. Sein Buch erschien bereits 1945 kurz nach Kriegsende auf dem deutschen Markt. In der Bundesrepublik wurde es in juristischen Fachkreisen ignoriert, dies auch und gerade nachdem Bauer 1949 aus dem Exil in Skandinavien zurückgekehrt war. Dennoch wurde er später Generalstaatsanwalt in Hessen und Initiator des ersten Auschwitz-Prozesses.

 

FritzBauer

Tacitus: Agricola, Germania, Dialogus

Herausgegeben von Thorsten Fögen, übersetzt von Karl Büchner

Verlag Alfred Kröner, ISBN: 978-3-520-22504-7, Preis: 24,00 €

Gebundene Ausgabe, erscheint voraussichtlich im Herbst 2026

 

Die drei sogenannten Kleinen Schriften des Publicus Cornelius Tacitus (um 58 - um 120) stehen zu Unrecht oft im Schatten der beiden großen Werke Historien und Annalen. Doch alle drei dieser Texte des römischen Geschichtsschreibers, Politikers und Senators  beschäftigen sich mit dem Schwerpunkt seines publizistischen Schaffens: der Freiheit und nachhaltigen historischen Größe. So erlangte Agricola auch unter ihm missgesonnenen Kaisern geschichtlichen Ruhm, konnten die Germanen als freies Volk dem alten Rom gefährlicher werden als etwa die Perser und ihre Despotie. Mit dieser Neuausgabe (350 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag) in nunmehr modernisierter 4. Auflage wird den Schriften wieder ihr Rang verliehen.

Tacitus
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